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Jahreshauptversammlung 2010

Datum: 13:41 - 26.02.2010

Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Großen Kreisstadt Schkeuditz

Keine Worte, kein Schulterklopfen, die Vergänglichkeit von Blumen sowieso nicht: Nichts von alle dem kann die Leistungen der freiwilligen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner auch nur ansatzweise würdigen. Was aber geht sind Taten. Und die haben Stadtverwaltung und Stadtrat gezeigt. Eine neue Entschädigungssatzung – im Herbst 2009 beschlossen – stellt das Ehrenamt Feuerwehr in der Stadt besser, wertschätzt die Leistung höher. Dafür gab es aus dem Munde von Stadtwehrleiter Uwe Müller Worte des Dankes. Die richtigen Adressaten saßen unweit von ihm: Neben Oberbürgermeister Jörg Enke und Bürgermeister Manfred Heumos waren auch erstaunlich viele Stadträte (acht von 22) anwesend – ein Novum bei einer Jahreshauptversammlung der Schkeuditzer Gesamtwehr.
Zu Beginn gedachten die Versammelten der 2009 verstorbenen Feuerwehrangehörigen Marianne Lang und Dieter Rumpf.
Anschließend zog der Stadtwehrleiter traditionell Bilanz des zurückliegenden Jahres: Die sechs Einsatzabteilungen – die Stützpunktwehr in der Schkeuditzer Teichstraße und die Ortswehren in Dölzig, Radefeld, Glesien, Wolteritz sowie Gerbisdorf – rückten 2009 zu insgesamt 161 Einsätzen aus. Dabei opferten sie freiwillig Frei- oder auch Arbeitszeit in Höhe von 163 Einsatzstunden. Hinzu kamen unzählige Stunden der Aus- und Weiterbildung, der Öffentlichkeitsarbeit und auch solche des kameradschaftlichen Beisammenseins. Mit der Feststellung „Feuerwehrarbeit setzt Kameradschaft voraus“, beschrieb Uwe Müller den Geist in der Truppe. Einer für alle, alle für einen, denn: Feuerwehrarbeit ist auch gefährlich. Müller weiter:
„Wir sind die, die rein rennen, wo andere raus rennen! Wir sind da, um zu helfen!“
Das erfordert zum einen Mut der Feuerwehrfrauen und -männer, aber auch Verständnis bei deren Angehörigen, denen sicherlich oftmals mulmig wird, wenn sich der oder die Liebste, der Sohn oder die Tochter blitzschnell auf den Weg zum Depot und dann zum Einsatzort machen. Auch ohne die Unterstützung der Arbeitgeber könnte die große Zahl an einsatzbereiten Kameradinnen und Kameraden gerade während der Kernarbeitszeit nicht in dem Maße abgesichert werden, wie es hier der Fall ist. „Es ist nicht in allen Städten und Gemeinden so“, lobt der Wehrleiter die Schkeuditzer Betriebe. Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule, Einsätze während der Arbeitszeit oder das Nachholen von Schlaf nach Nachteinsätzen werden dadurch möglich. Jörg Enke sprach von einem unbezahlbaren Sicherheitsgefühl, das die Feuerwehrleute der Bürgerschaft gäben. Schon deshalb sei keine der Ortswehren entbehrlich. Feuerwehrarbeit kostet nicht nur Hingabe, Zeit und Mut sondern auch Geld: Nur durch die Entscheidung, ausreichend finanzielle Mittel bereitzustellen, kann die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Schkeuditz mit allen Ortsfeuerwehren aufrechterhalten werden. Es genügt also nicht, nur den Stadträten und der Verwaltung zu danken.
Auch der Freistaat, vertreten durch Landtagsmitglied Rolf Seidel, und das nordsächsische Landratsamt und leisten ihren Beitrag, damit die sechs Einsatzwehren, aber auch die Traditionswehren Freiroda und Kursdorf sowie die Wettkampfwehr Hayna erhalten bleiben.
Landrat Michael Czupalla würdigte die Freiwillige Feuerwehr als die größte Bürgerbewegung in Deutschland. Und vor diesem Hintergrund stellte er Fördermittel für ein neues Fahrzeug in Aussicht, das bei der Radefelder Ortswehr stationiert werden soll.
Auch 2009 gab es neue Technik: Der Stadtwehrleiter erhielt einen neuen, 29.000 Euro teuren, geländegängigen Kommandowagen und die Dölziger Kameraden konnten schon vor Fertigstellung ihres neuen Gerätehauses ein Löschfahrzeug für mehr als 200.000 Euro in Empfang nehmen. „Unser Drang nach neuer Technik und Ausrüstung wird aber nie versiegen“, sagte Müller. Die Gründe dafür seien das Helfen mit hoher Effizienz und der möglichst beste Selbstschutz.
„Das sind wir auch unseren Familie schuldig!“
Mit ihrem nahezu stabilen Personalbestand sind die Schkeuditzer Wehren gut aufgestellt. 144 Feuerwehrleute gehören der aktiven Einsatzabteilung an, 124 der Alters- und Ehrenabteilung sowie 31 der Jugendfeuerwehr. Dabei zeigt die Altersstruktur positive Ansätze. So konnten im vergangenen Jahr unter anderen vier Kameraden aus der Jugendfeuerwehr in die aktiven Reihen übernommen werden. Auch weiblichen Zuwachs gab es aus den eigenen Reihen. Fazit: Den Schkeuditzerinnen und Schkeuditzern braucht nicht Bange zu werden. Die Feuerwehr ist für Schkeuditz da und Schkeuditz für die Feuerwehr.
 
Beförderungen und Ernennungen
Auf Vorschlag der Ortswehrleitungen und nach Bestätigung
durch den Stadtwehrleiter werden vom Oberbürgermeister befördert
bzw. ernannt:
zum Hauptlöschmeister: Dietmar Lang, Dölzig
zum Löschmeister: Christoph Gründling, Jens Heidel, Manuel Weiser und Nico Kögler (alle Schkeuditz), Michel Ehrt (Wolteritz), Ralf Koch (Gerbisdorf), Silvio Stiller (Glesien)
zum Hauptfeuerwehrmann: Heiko Henger (Wolteritz), Ronny Börner (Dölzig), Maik Schwarze (Glesien)
zur Oberfeuerwehrfrau: Christin Haugk (Dölzig), Christine Zeitz (Wolteritz)
zum Oberfeuerwehrmann: Benjamin Frenzel und Tino Sommer (beide Schkeuditz), Marcus Haugk (Dölzig)
zur Feuerwehrfrau: Cathleen Pönick (Hayna)
zum Feuerwehrmann: Philipp Sawatzke (Radefeld), Paul Strehle (Gerbisdorf)
 
Ehrungen
Ernennung zum Ehrenkommandanten der Ortsfeuerwehr Glesien: Egon Wolf, stellvertretender Ortswehrleiter
Anerkennungsprämie: Kurt Schmieder und Frank Ohse (beide Schkeuditz), Silvio Kühnel (Glesien)
Alters- und Ehrenabteilung der Stützpunktfeuerwehr Schkeuditz Bereits im vergangenen Oktober waren Helmut Weber (Radefeld) für 60 Jahre, Harald Trauzettel (Gerbisdorf) für 40 Jahre sowie Angelika Krötzsch, Ramona Bransdor und Henry Abel (alle Dölzig) für 25 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet worden. Da sie damals an dieser Ehrung nicht persönlich teilnehmen konnten, wurde dies nun nachgeholt.
 
Quelle: Jahresrechenschaftsbericht sowie Schkeuditzer Stadtbote


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Artikel verfasst am 13:41 - 26.02.2010 von Frank Ohse

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