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Armaturen zur Wasserfortleitung

Armaturen zur Wasserfortleitung

Schläuche:




Die Schläuche haben eine lange Geschichte. Bereits um 1700 entstanden erste Druckschläuche. Im Jahr 1865 wurde auf dem Deutschen Feuerwehrtag in Leipzig ein gummierter Schlauch vorgeführt.






1. Druckschläuche:

Kupplungsart Durchmesser in Millimeter Länge in Meter Bild
B -Druckschlauch 75 20  
C-Druckschlauch 42 15 C-Schlauch 
D-Druckschlauch 25  5  D-Schlauch 

Auf der Drehleiter ist ein extra genormter 30 Meter B-Druckschlauch verstaut.

2. Saugschläuche:

Kupplungsart Durchmesser in Millimeter Länge in Meter Bild
A-Saugschlauch 110 1,5  


3. Gefahrgutschläuche:
 
Auf dem Rüstwagen 2 sind des Weiteren noch extra Gefahrgutschläuche verstaut.
 
Zubehör Schläuche:

Ein-Mann-Schlauchhaspel
Das Bild zeigt die Ein-Mann-Haspel des LF 20/16. Neben B-Schläuchen ist ein Standrohr, Unter- und Überflurhydrantenschlüssel, sowie ein Kupplungsschlüssel auf der Haspel verstaut.
Schlauchbinde
Sollte ein Schlauch ein oder mehrere kleine Löcher haben, so kann die Schlauchbinde zum provisorischen Abdichten kleiner Löcher verwendet werden.
 Kein Bild Schlauchbrücke
Bei Einsätzen, bei denen Druckschläuche über befahrene Straßen gelegt werden müssen, kommen Schlauchbrücken zum Einsatz. Mittels Schlauchbrücke können Kraftfahrzeuge Druckschläuche überqueren.
Schlauchhalter
Ein Schlauchhalter ist ein ca. 160 cm langes Seilstück, welches am ein „Auge“ hat.

Der Schlauchhalter wird zum Befestigen einer Schlauchleitung am Stiegengeländer, an Leitern usw. genutzt.

Nach Feuerwehr-Dienstvorschrift 1 (FwDv 1) führt der Truppmann bei Einsätzen einen Schlauchhalter mit.
 Kein Bild
  Schlauchtragekorb
Die Schlauchtragekörbe sind auf dem LF 20/16 verstaut. Ein Schlauchtragekorb fasst drei C-Schläuche mit je 15 Metern. Die Schläuche sind in Buchten im Korb verstaut. Durch eine Öffnung oberhalb des Korbes, können die Schläuche einfach herausgezogen werden und lassen sich somit bequem auslegen. Durch den Vorteil, das ein Feuerwehrmann gleich zwei Körbe gleichzeitig vornehmen kann, kann innerhalb kürzester Zeit bis zu 90 Meter Schlauchleitung verlegt werden.

Kupplungsarten
Größe: Schlauchkupplung: Festkupplung: Blindkupplung:
A  
B B-Schlauch   
C  C-Schlauch    -
D D-Schlauch   -  -


Übergangsstück:

Übergangsstücke dienen zur Verbindung von Kupplungen verschiedenster Größen und Bauarten.

Folgende Größen von Übergangsstücken sind gängig:
A - B
B - C
C - D

In den folgenden zwei Bildern sehen Sie ein B-C Übergangsstück:

Sammelstück:

Das Sammelstück, umgangssprchlich auch "Hosenstück" genannt, führt zwei Zuleitungen zu einer Leitung zusammen. Der Aufbau des Sammelstückes ist wie folgt: Auf der einen Seite ist eine A-Kupplung und auf der anderen zwei B-Kupplungen. Im inneren des Sammelstückes befindet sich eine Rückschlagklappe mit Führungsstil. Das Gehäuse ähnelt der Form einer kurzen Hose und enthält die vom Wasserdruck gesteuerte Rückschlagklappe, die den nichtbenutzten B-Zugang abschließt. Wenn eine weitere Leitung an den anderen B-Zugang angeschlossen wird, pendelt sich das Rückschlagventil mittig ein, sodass beide Wasserströme vereinigt werden und somit ineinander übergehen. Verliert hingegen eine Zuleitung ihren Druck, so wird sie automatisch gesperrt und der Druck in der zweiten zuführenden Leitung wird nicht erhöht.
Das Sammelstück wird an Saugeingängen von Pumpen genutzt. Es vergrößert somit den A-Saugeingang auf zwei B-Kupplungen wodurch man somit auch beispielsweise Wasser aus einem Hydranten zuführen kann.

Dreiverteiler:


Der Dreiverteiler dient der Verteilung des Wassser von einer auf drei Leitungen. So kann z.B. mit einem Abgang der Innenangriff durchgeführt werden und mit einem anderen der Außenangriff. Im Einzelfall kann der Verteiler auch als Wassersammler genutzt werden.
Der Verteiler besteht aus einem Gehäuse mit vier Festkupplungen. An drei der vier Festkupplungen sind Absperrorgane angebracht. Sie dienen zum Öffnen und Schließen der einzelnen Leitung.
Es ist üblich, dass am Sonderrohrabgang ein BC-Übergangsstück mit einer Kette am Verteiler befestigt ist. Durch diesen B-Abgang kann z.B. ein Monitor angeschlossen werden. Dieser wird durch Einbau eines Stützkrümmers und eines B-Rohres aufgebaut. Zur Stabilisierung wird ein C-Schlauch zwischen die beiden C-Abgänge gekuppelt und geflutet.


Um ein Schlauchgewirr an der Einsatzstelle zu vermeiden gibt es eine klare Anschlussfolge der einzelnen Rohre:
2. Rohr1. Rohr
3. Rohr (Sonderrohr)


Druckbegrenzungsventil:

Druckbegrenzungsventil
Das Druckbegrenzungsventil dient zur Druckverminderung. Es besteht aus zwei B-Feuerwehrkupplungen am Ein- und Ausgang des Durchflussraumes und einer B-Festkupplung am Überlauf. Liegt beispielsweise ein Eingangsdruck von 10 Bar an und man möchte 6 Bar Ausgangsdruck haben, stellt man dies an dem Gerät ein und das restliche Wasser (restlicher Druck 4 bar) fließt durch den dritten Ausgang ab.

Das Druckbegrenzungsventil wird beispielsweise bei Einsätzen mit langer Wegstrecke eingesetzt. Da die neusten Pumpen heut zu Tage genau arbeiten, befindet es sich nicht mehr in der Normbeladung der Feuerwehrfahrzeuge.
 

Zumischer:

Der Zumischer dient, wie es sein Name schon sagt, dem Zumischen des Schaummittels. Der Zumischer saugt dabei das Schaummittel an und vermischt es je nach Einstellung mit dem Löschwasser. Die richtige Einstellung am Zumischer ist eine wichtige Voraussetzung beim Erzeugen von Schaummittel. Wird das Schaummittel zu niedrig hinzugemischt, ist das Schaummittel/Wassergemisch zu dünn und es wird kein stabiler Schaum erzeugt. Ist jedoch die Zumischrate des Schaummittels zu hoch, so wird der Schaum zu steif und ist nicht ausreichend fließfähig.
Die Zumischmenge lässt sich an der Seite des tragbaren Zumischers mittels Rädchen einstellen.
Bei der Feuerwehr Schkeuditz werden ausschließlich tragbare B-Zumischer verwendet. Es sind jedoch immer häufiger stationäre integrierte Zumischer auf Fahrzeugen der Feuerwehr zu finden.


Das folgende Bild zeigt einen Aufbau einer Schaumleitung:

- das Schaumrohr wird in der Mitte des Dreiverteilers angekuppelt, da es ein Sonderohr ist
- danach folgt ein B-Schlauch, an dem der Zumischer angekuppelt wird
- hinter dem Zumischer wird ein weiterer B-Schlauch angekuppelt; an diesem Schlauch folgt dann das Schaumrohr

Stützkrümmer:

Der Stützkrümmer ermöglicht den Einsatz eines B-Strahlrohres mit 2 statt 3 Feuerwehrleuten, da er  die Rückstoßkraft des Wassers über die Schlauchleitung zum Boden leitet.
Er besteht aus einem Gehäuse, einem Haltegriff mit Handschutz und einer B-Festkupplung. Am Abgang befindet sich ein drehbares B-Knaggenteil.
Den Stützkrümmer kann man des Weiteren beim Verlegen der Schläuche um oder über scharfe Gegenstände bzw. Mauerkanten benutzen. Ebenfalls kann man mit dem Stützkrümmer einen Behelfsmonitor am Dreiverteiler aufbauen.

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